Die Interviewstaffette geht weiter mit Julian Wenger
Urtenen – Schönbühl, im August 2021
Fabian Christener
Meine Frage: Als Geschäftsleiter und Projektleiter der Geotek AG bist du grundsätzlich mit der Planung von anspruchsvollen geotechnischen Bauwerken beschäftigt. Als Schwesterfirma der Ghelma AG Spezialtiefbau habt ihr einen engen Bezug zur Ausführung. Was sind Chancen und Risiken und wie schwer ist dieser Spagat zwischen Planung und Ausführung
Die Zusammenarbeit mit der Ghelma AG Spezialtiefbau (GSTB) bringt beiden Firmen Vorteile. Einerseits ist die Geotek AG stets auf dem neusten Stand der Technik und kann auch eigene Ideen zeitnah umsetzen. Andererseits können Projekte genau auf die GSTB zugeschnitten werden. Dabei können die firmeneigenen Systeme zielgerecht eingesetzt werden.
Die grössten Risiken im Spezialtiefbau bzw. in der Geotechnik sind diejenigen, die wir nicht genau kennen. Der Baugrund bildet sicherlich das grösste Risiko, speziell wenn Wasser vorhanden ist. Ein weiteres Risiko sind interne wie auch externe Schnittstellen. Schnell gehen wichtige Informationen verloren.
1. Julian, erzähl uns etwas mehr zu deinem Werdegang.
Nach meinem Masterabschluss als Ingenieurgeologe an der ETH Zürich galt mein Interesse besonders der Baugeologie. Auf Empfehlung eines Kollegen hin, habe ich anschliessend ein Baustellenpraktikum absolviert. Dabei konnte ich das Arbeitsumfeld sowie die verschiedenen Systeme im Spezialtiefbau besser kennenlernen. Kurz darauf habe ich bei der GSTB für eine Vollzeitstelle als Projektleiter unterschrieben. In einem Team nur mit Bauingenieuren war es zu Beginn eine Herausforderung, meinen Platz zu finden. Es gab eine Menge neues zu lernen. Durch meine Motivation und die Faszination für diesen Themenbereich konnte ich jedoch bald erste Erfolge erzielen. Nach meiner Einführungszeit habe ich schnell viel Verantwortung übernehmen können und mir wurde rasch Vertrauen entgegengebracht.
Die Ingenieurabteilung der GSTB wurde 2018 in die Geotek AG ausgegliedert. Die Geotek AG erarbeitet heute hauptsächlich Unternehmervarianten für die GSTB. Nach einer kurzen Auszeit durfte ich 2019 die Führung der Geotek AG übernehmen.
2. Julian, was umfasst heute deine berufliche Tätigkeit?
Hauptsächlich erarbeite ich Unternehmervarianten für Baugrubensicherungen und Pfahlfundationen. Mit den firmeneigenen Systemen, die die GSTB selbst entwickelt hat, können bestehende Projekte häufig flexibler und wirtschaftlicher umgesetzt werden. Meine Aufgabe ist es, die richtigen Projekte zu identifizieren und dann das volle Potential auszuschöpfen.
Bei Submissionsprojekten sind die Rahmenbedingungen gegeben. Absprachen mit Ämtern oder Dritten sind kaum notwendig. Daher können die Projekte in kurzer Zeit bemessen und geplant werden. Dieser Prozess ist immer etwas hektisch, da die fertige Lösung innerhalb der Submissionsphase vorliegen muss. Sollte das Projekt anschliessend an die GSTB vergeben werden, erarbeiten wir das Bauprojekt. Da wir ein kleines Team sind, gibt es kaum Arbeitsaufteilungen. Auch aus diesem Grund ist mein Job sehr vielseitig und spannend. Ich begleite Projekte von der Planung bis zur Ausführung und kann jeden Projektfortschritt verfolgen.
3. Wo willst du in 10 Jahren stehen?
Das höchste Gut im Leben ist die Gesundheit. Daher hoffe ich, auch in zehn Jahren gesund und munter zu sein, Freude am Leben zu haben und dieses in vollen Zügen geniessen zu können. Beruflich denke ich, dass ich weiterhin im Bereich der Geotechnik arbeiten werde, da dieses Themengebiet sehr spannend und vielseitig ist.
4. Wie steht’s um deine work – life – balance und wie wirkte sich CORONA aus und wie «regelt» die Geotek AG das homeoffice?
Nun, zu viel Freizeit habe ich wohl nie. Grundsätzlich bin ich aber sehr zufrieden. Es gibt manchmal etwas längere Tage. Solange mir die Arbeit Freude bereitet und ich immer noch genügend Zeit für mich habe, sehe ich dies nicht so eng. Meine Arbeit ist abwechslungsreich, teilweise auch etwas hektisch, macht mir aber immer viel Spass.
Ich arbeite an drei von fünf Tagen in Spiez in unserer Zweigniederlassung. Hier arbeiten wir zu zweit und haben eigene Büros. Beim Hauptsitz in Meiringen konnten die Massnahmen vom BAG gut umgesetzt werden. Dank unserer ITLösung kann ich von überall auf das System zugreifen. Homeoffice ist daher überhaupt kein Problem.
5. Bier- oder Weintrinker…
Hm, dies ist situationsabhängig. Ein Bier nach der Arbeit oder an heissen Sommertagen ist immer gut. Am Abend oder gemütlichen Anlässen trinke ich lieber etwas Rotwein.
6. Julian, zu guter letzt… eine Staffette soll immer weitergehen… du schlägst den nächsten InterviewpartnerIn vor (gleiche HOLDING und Kanton gilt nicht…) und du kannst gleich die erste Frage stellen?
Was war der Reiz für dich bei einem Tunnelbauprojekt im Ausseneinsatz zu arbeiten? Welche Eindrücke bleiben dir speziell in Erinnerung? Welche Erfahrungen konntest du sammeln, die dir heute als Bau- und Projektleiter weiterhelfen?
Nächster Kandidat:
Patric Walter
Bauleiter & Projektingenieur Tunnelbau
M: +41 78 706 31 13 | T: +41 44 355 55 55
patric.walter@afry.com
AFRY Schweiz AG
Herostrasse 12 | CH-8048 Zürich
www.afry.ch
Patric ist leider nicht Mitglied beim CHGEOL. Hoffe das passt trotzdem. Du kannst ja gerne die Frage zum Beitritt ihm stellen. Ich bin bereits Mitglied.
*STECKBRIEF Julian Wenger
Masterarbeit:
Temperature changes and related forcings on the stability of rock walls in a permafrost environment
Koordinaten
bzw. was du den LesernInnen des CHGEOL-Newsletters «preisgeben» willst….
Julian Wenger
Geschäftsleiter/Mitglied GL
MSc Ingenieurgeologie ETH
Geotek AG
Sandstrasse 10
3680 Meiringen
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Tel: +41 33 531 90 35
Fax: +41 33 972 90 99
E-Mail: julian.wenger@geotek.ch
Homepage: www.geotek.ch
L’interview à la chaîne se poursuit avec Julian Wenger
Urtenen – Schönbühl, en août 2021
Fabian Christener
Ma question : en tant que directeur et chef de projet chez Geotek SA, tu es essentiellement impliqué dans la planification d'ouvrages géotechniques exigeants. A titre de société affiliée à Ghelma SA, entreprise active dans les travaux spéciaux du génie civil, vous entretenez des liens étroits en matière d'exécution. Quels sont les chances et les risques et quelle est la difficulté de ce grand écart entre planification et exécution ?
La collaboration avec Ghelma SA (ci-après GSTB) présente des avantages pour les deux entreprises. D'une part, Geotek SA est toujours à la pointe de la technologie et elle est également capable de concrétiser rapidement ses propres idées. D'autre part, les projets peuvent être précisément adaptés à GSTB. Les systèmes propres à l'entreprise peuvent ainsi être exploités de manière ciblée.
Les plus grands risques dans les travaux spéciaux du génie civil ou dans la géotechnique sont justement ceux que nous ne connaissons pas précisément. Le sol représente certainement le plus grand risque, surtout en présence d’eau. Les interfaces internes et externes constituent un autre risque. Des informations importantes peuvent être rapidement perdues.
1. Julian, tout d’abord, dis-nous-en un peu plus sur ton parcours
Après avoir obtenu mon master d’ingénieur géologue à l'EPF de Zurich, je me suis particulièrement intéressé à la géologie de la construction. Sur la recommandation d'un collègue, j'ai ensuite effectué un stage sur un chantier. Cela m'a donné l'occasion de mieux connaître l'environnement professionnel et les différents systèmes utilisés dans les travaux spéciaux du génie civil. Peu de temps après, j'ai signé avec l’entreprise Ghelma pour un poste à temps plein et cela en tant que chef de projet. Dans une équipe composée uniquement d'ingénieurs civils, c'était un défi au départ de trouver ma place. Il y avait beaucoup de nouvelles choses à apprendre. Cependant, grâce à ma motivation et à ma fascination pour ce domaine, j'ai vite pu obtenir mes premiers succès. Après ma période d'introduction, j’ai été en mesure assumer de nombreuses responsabilités et la confiance m'a rapidement été accordée.
En 2018, le département d’ingénierie de GSTB a été reconverti en l’entreprise Geotek SA. Aujourd'hui, Geotek SA développe principalement des variantes d’entreprise pour GSTB. Après une courte transition, j'ai pu reprendre la direction de Geotek SA en 2019.
2. Julian, qu’englobe aujourd’hui ton activité professionnelle ?
Je travaille principalement sur l’élaboration de variantes d’entreprise pour des blindages de fouille et des fondations sur pieux. Grâce aux systèmes exclusifs que GSTB a elle-même développés, les projets en cours peuvent souvent être mis en œuvre de manière plus flexible et plus économique. Mon travail consiste à identifier les projets adéquats, puis à exploiter tout leur potentiel.
Dans le cas des projets soumis à appels d'offres, les conditions cadres sont données. Il n'est guère nécessaire de consulter les autorités ou des tiers. Par conséquent, les projets peuvent être évalués et planifiés en peu de temps. Ce processus est toujours quelque peu trépidant, la solution finale devant être disponible au cours de la phase de soumission. Si le projet est ensuite attribué à GSTB, nous élaborons alors le projet de construction. Comme nous sommes une petite équipe, il n'y a pratiquement pas de répartition des tâches. C’est également pour cette raison que mon travail est très polyvalent et passionnant. J'accompagne les projets de la planification à l'exécution et je peux suivre l’état d’avancement de chaque projet.
3. Où seras-tu dans 10 ans ?
Le plus important dans la vie, c’est la santé. Aussi, dans dix ans, j'espère être encore en bonne santé et en pleine forme, être porteur de joie de vivre et pouvoir en profiter pleinement. Sur le plan professionnel, je pense que je poursuivrai mon activité dans le domaine de la géotechnique, car ce domaine est très passionnant et polyvalent.
4. Quel est ton équilibre entre vie privée et vie professionnelle, de quelle manière a-t-il été affecté par le CORONA et comment Geotek SA règlemente-il le télétravail?
Eh bien, je n'ai jamais trop de temps libre. Mais globalement, je suis très satisfait. Il y a parfois des journées un peu plus longues. Tant que mon travail me plaît et que je dispose de suffisamment de temps pour moi, je ne considère pas la question de manière aussi tranchée. Mon travail est varié, parfois un peu mouvementé, mais je l'apprécie toujours.
Je travaille trois jours sur cinq à Spiez, dans notre succursale. Ici, nous travaillons à deux et disposons de nos propres bureaux. Au siège de Meiringen, les mesures de l’OFSP ont été bien appliquées. Grâce à notre solution informatique, il est possible d’accéder au système de n’importe où. Le travail à domicile ne pose donc aucun problème.
5. Amateur de bière ou de vin …
Hm, cela dépend de la situation. Une bière après le travail ou pendant les chaudes journées d'été est toujours appréciée. Le soir ou lors d'occasions conviviales, je préfère boire du vin rouge.
6. Julian, enfin et surtout … la chaîne doit se poursuivre encore et encore…tu proposes la prochaine personne interrogée (même Holding et même canton, cela n’entre pas en considération…) et tu peux poser la première question tout de suite?
Quel était l'attrait pour toi de travailler sur le terrain dans le cadre d'un projet de construction de tunnel ? De quelles impressions te souviens-tu en particulier ? Quelles expériences as-tu pu acquérir qui t'aide aujourd'hui en tant que directeur de travaux et chef de projet ?
Prochain candidat :
Patric Walter
Directeur des travaux & ingénieur de projet Construction de tunnels
M: +41 78 706 31 13 | T: +41 44 355 55 55
patric.walter@afry.com
AFRY Suisse SA
Herostrasse 12 | CH-8048 Zürich
www.afry.ch
Malheureusement, Patric n'est pas membre de CHGEOL. J'espère que ça ne pose pas de problème. N'hésitez pas à lui poser la question de l'adhésion. Je suis déjà membre.
*FICHE SIGNALETIQUE Julian Wenger
Mémoire de master :
Temperature changes and related forcings on the stability of rock walls in a permafrost environment
Coordonnées
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Julian Wenger
Directeur/Membre du conseil de direction
MSc Géologie de l’ingénieur EPF
Geotek SA
Sandstrasse 10
3680 Meiringen
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Tel: +41 33 531 90 35
Fax: +41 33 972 90 99
E-Mail: julian.wenger@geotek.ch
Homepage: www.geotek.ch